KULTUR

Obbedisco! Garibaldi im Ledrotal

Das Ledrotal ist für die Schlacht bei Bezzecca bekannt, an der der italienische nationale Held Garibaldi teilnahm. In Bezzecca sprach er auch seine berühmte Antwort: ‚Obbedisco‘ (d.h. Ich gehorche).  

Mitte des 19. Jahrhunderts war Italien noch in vielen Kleinstaaten getrennt. 1861 entstand ein geeignetes Königreich Italien unter der Herrschaft des Königs von Sardinien-Piemont. Trotzdem war Venetien noch unter der Herrschaft Österreichs. Die italienischsprechende Region Trentino, zu der das Ledrotal gehörte, war Teil der Grafschaft Tirol, die auch unter der Herrschaft der Habsburger war. Die Italiener wollten die beiden Regionen erobern.

Garibaldi ist in Italien als ‚L’eroe dei due mondi‘ (d.h. Der Held der zwei Welten) bekannt. Er wurde in Nizza geboren, als die Stadt noch zum Königreich von Piemont-Sardinien gehörte. Für seine republikanische Ideale geriet er mit dem Gesetz in Konflikt. Er emigrierte nach Südamerika, wo er für die Unabhängigkeit Uruguays kämpfte. Deswegen ist er als Held der zwei Welten bekannt. Nach seiner Rückkehr nach Italien engagierte er sich mit dem Vereinigungsprozess ('Risorgimento', d.h. Wiederentstehung). Wegen seiner republikanischen Idealen war er oft in Konflikt mit dem König. 1860  stach er mit ein paar freiwilligen in See, um Sizilien zu erobern. Dieses Ereignis ist als ‚Spedizione dei mille‘ (d.h.  Zug der Tausend) bekannt. Nachher wurde er als nationaler Held betrachtet.

1866 begann der Dritte Italienische Unabhängigkeitskrieg, dessen Ziel war, Venetien und Trentino zu annektieren. Obwohl Italien militärisch nicht erfolgreich war, fand die Übergabe der reichen Region Venetien dank der Intervention Preußens und Frankereichs statt.

Den einzigen Erfolg erzielten die Italiener in Trentino, und zwar im Ledrotal. Bei der Invasion von Trentino waren die italienischen Freiwillige direkt von Garibaldi befehligt. Da die Garda-Region zu stark befestigt war, waren die Judicarien und das Ledrotal der einzige plausible Weg rein. Die entscheidende Schlacht zwischen den italienischen und den österreichischen Truppen fand am 21. Juli 1866 in Bezzecca statt. Obwohl die Italien mehr Tote, Gefangene und Verluste hatten, errungen sie ihr Ziel, die österreichischen Stellen zu schwächen. Die österreichischen Truppen dagegen konnten nicht die Italiener vom Ledrotal verjagen.

ITINERÄR IN BEZZECCA

Die Zahlen der Schlacht bei Bezzecca

Konfliktparteien:

Habsburgische Monarchie

Königreich Italien

Befehlshaber:

Franz Kuhn von Kuhnenfeld

Giuseppe Garibaldi

Truppen

15.000

10.500

Verluste:

25 Tote
82 Verletzte

100 Tote
250 Verletzte
1100 Gefangene

 Am 12. August 1866 trat der Waffenstillstand zwischen Österreich und Italien in Kraft. Garibaldi bekam den Befehl, Trentino zu verlassen und an der Invasion zu verzichten. Zu diesem Befehl antwortete er einfach ‚Obbedisco‘ (d.h. Ich gehorche). Dieses Wort ist auf Italienisch zur Redewendung geworden. Trentino blieb Teil Tirols und Österreichs bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, der auch die Geschichte des Ledrotales tief geprägt hat.

2016 wurde die 150. Jubiläum mit vielen Veranstaltungen gefeiert.

Das erste Etage des kleinen Museums in Bezzecca ist Garibaldi und der Schlacht bei Bezzecca gewidmet. Auf dem Colle di Santo Stefano sind viele Denkmale und Gedenktafeln von der Schlacht zu sehen.

ÖFFNUNGSZEITEN:

MUSEO GARIBALDINO

Lungassat Salvator Greco – Bezzecca

 

01/06-30/09

10.00-13.00 / 14.00-19.00
montags und dienstags geschlossen

kostenlos

OSSARIO COLLE S. STEFANO

Colle Santo Stefano - Bezzecca

01/05-30/09

10.00 - 13.00   15.00 - 18.00
montags geschlossen

kostenlos

Für weitere Informationen, geführte Besichtigungen und Sonderöffnungen: +39 0464508182

 

 

 




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