Historische Wanderung
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Vom Kirchplatz aus steigt man hinauf zum "Santo Stefano"-Hügel, wo eine gleichnamige Kirche im Jahre 1521 errichtet wurde. Während des Garibaldi-Feldzuges wurde sie stark beschädigt. 1895 hat man die kleine Kirche gründlich restauriert. Heute ist sie ein Denkmal-Beinhaus unter der Schirmherrschaft des Verteidigungsministeriums. In der Kirche, vor dem Altar, steht ein Denkmal für den unbekannten Soldaten.
Geht man weiter, Richtung "Doss di Cerì", trifft man auf einen Grabstein mir der Widmung: "Erinnerung an die Gefallenen, die für die Heimat gekämpft haben - freiwillige Soldaten 21. Juli 1866"
Der Stein wurde von den Garibaldinern gleich nach dem Kampf zur Erinnerung an die gestorbenen Kameraden aufgestellt. Wenige Wochen später kamen die Österreicher nach Bezzecca zurück und liessen den Grabstein den Hügel hinunterstürzen. Erst am 21. Juli 1919 fand der Stein wieder Platz auf dem Hügel.
Etwas weiter, auf der Spitze, sieht man ein großes weißes Kreuz. Österreich hat es 1896, genau dreißig Jahre nach der "Bezzecca"-Schlacht, zur Erinnerung an die italienischen und österreichischen Gefallenen errichtet.
Im Herzen des Hügels und rund um kann man die italienischen Lauf- und Schutzgräben des ersten Weltkrieges noch begehen. Längs des Weges trifft man immer wieder auf Gedenktafeln und Denksteine, die an die Unternehmungen der Garibaldiner sowie an die Aktionen im 1. und 2. Weltkrieg erinnern.
Wenn man zurück ins Dorf absteigt, findet man an der linken Seite die sogenannte "La Marmora-Galerie", welche 1916 als Unterkunft für die Truppen diente, die die Stellung verteidigten.
Über dem Eingang dieser Galerie ist ein Gedenkstein mit dem Brustbild von Federico Guella, Tapferkeitsmedaille im 1. Weltkrieg.
Während des zweiten Weltkrieges wurde dann die Galerie als Luftschutzraum für die Zivilbevölkerung verwendet.
Im Dorf kommt man auf den "Obbedisco"-Platz, wo die Begegnung mit der blanken Waffe 21. Juli 1866 stattfand. Der Tradition nach hat auch Garibaldi gerade auf diesem Platz mit dem berühmten Telegramm den Befehl beantwortet, da Trentino zu verlassen. Auf diesem Platz ist eine Gedenktafel zur Erinnerung an den Garibaldiner Giovanni Chiassi, der im Kampf gefallen ist.
An Federico Guella, den im 1. Weltkrieg gefallenen freiwilligen Soldaten des italienischen Heeres, erinnert eine weitere Tafel an der Fassade seines Geburtshauses.
Eine letzte Etappe ist das garibaldinisches Museum.