| Der zweite Weltkrieg und die Nachkriegszeit |
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Wegen der Kriege in Abessinien und Spanien sowie wegen des zweiten Weltkriegs wurde die Nachfrage nach Schuhnägeln von seiten des Heeres immer größer und dringender. Das Ledrotal war aber das einzige Gebiet, wo man gute Nägel herstellte. Die Zahl der "chiodaioli" verdoppelten sich, und man arbeitete immer mehr, um die ständig wachsende Nachfrage erfüllen zu können. In dieser Zeit, wurde auf Initiative von einigen "ehemaligen" Nagelschmieden aus St. Pölten, wurde auch in Biacesa eine Schmiede gebaut, in der sich an 4 Feuern circa 20 Handwerker abwechselten.Einige chiodaioli" wurden vom Militärdienst freigestellt, damit sie sich weiter mit der Produktion von Schuhnägeln beschäftigen konnten. Sogar die Deutschen (nach dem 8. September 1943) hielten die Nagelindustrie für sehr wichtig und notwendig für ihr Heer. Die Wehrmacht und Organisation TODT" entlasteten die Nagelschmiede, die mindestens 800 Nägel pro Tag machen konnten, von den normalen Bauarbeiten an der Front. Nach dem Krieg wurden die nagelbesetzten Ledersohlen durch Gummisohlen ersetzt und die Chiodaioli" wurden dadurch arbeitslos. Die Cooperative Broccami löste sich auf, die Schmieden wurden abgebaut und als Hütten, Heuschober oder Häuser eingerichtet. Eine Tätigkeit, die jahrenlang eine der wichtigsten Einnahmequellen des Ledrotales dargestellt hatte, gab es plötzlich nicht mehr. (Text von Vittorio Grazioli, aus seinem Buch "Fucine, Ferriere e Brocche in Valle di Ledro") |
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