| Die Konsumvereinen |
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In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte sich diese "Industrie der Schuhnägel" von Jahr zu Jahr mehr. Der Gewinn der Handwerker war gering, weil viele Unternehmer das fehlen von Arbeitergewerkschaften zu ihren Gunsten ausnutzten. Zu jener Zeit entstanden die ersten Genossenschaften, Konsumvereine und Arbeiterverbände auch im Trentino. Sie wurden oft dank der Unterstützung der Pfarrer und der Kirche gegründet, aber auch die Arbeiter selbst, die Hersteller und Unternehmer organisierten sich in Genossenschaften und Verbänden. Daraus entwickelten sich die ersten Raiffeisenbanken, Konsumvereine, Handwerker- und Bauarbeitergenossenschaften.Die Kooperative fand überall Förderer so auch im Ledrotal. Neben den Konsumvereinen und der Bank entstanden die "Coo-perativa broccami" (Schuhnägel-Kooperative) von Molina und von Prè. Wir dürfen nicht vergessen, daß Förderer der meisten Initiativen in Molina der Priester Lucillo Sartori aus Pieve war. Er unterstützte die Gründung des Kindergartens (1893) und der Bank (Banca Vigiliana -1894) und dadurch auch die Schmiedegenossen-schaften (1898) und den Konsumverein (1895). Diese Initiativen erlaubten es den Schmieden, sich von der Ausbeutung durch einige Privatmänner unabhängig zu machen. In Prè entstand die Schmiedegenossenschaft direkt auf Initiative der Arbeiter. Sie bekam ihre eigene Satzung und einen einigen Verwaltungsrat, dessen erster Präsident Giacomo Bastia-nelli war. Im Jahre 1896 gründete Giuseppe Casari in Molina di Ledro seine "Ditta Casari" (Firma Casari" handbearbeiteter Nägel-Herstellerin und Eisenwarenhandlung), die auch eine eigene Schmiede hatte, wo viele Handwerker, die nicht als Mitglieder der Genossenschaften arbeiteten, einen Arbeitsplatz fanden. Die Firma Casari förderte Handel und Verkauf der Hacke-Schuhnägel weiter und in den darauf folgenden Jahren erweiterte sie, unter der Leitung der Neffen, ihre Tätigkeit auch in Riva. Samstags trafen sich alle Schmiedearbeiter bei der Firma Casari und bei den Genossenschaften zum "smierar" (nach Tausender abzählen). Sie brachten die Nägel, die sie während der Woche hergestellt hatten, zählten sie und kauften Eisen und Kohle für die Arbeit in der nächsten Woche. Die Differenz zwischen dem Wert der Schuhnägel und dem der Holzkohle wurde dem Handwerker bar bezahlt. In der Zeit vor 1914 konnte man diese Schuhnägel in allen Alpenländern (Tirol, Königsreich Habsburg und Bayern) gut verkaufen. Die Nägel wurden zum Bergschuhe Vernageln verwendet und die größte Nachfrage kam natürlich vom Heer. |
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