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Der Akademische Maler A.S.Fasal in Concei
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Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Antonio S. Fasal aus Bozen gebeten, die drei Kirchen des Concei-Tales neu zu dekorieren. In seinen Fresken und Graffito-Bilder, die trotz ihrer Stilisierung eine leichte Liberty-Wirkung erzeugen, gelang es ihm, mit Kraft und Einfachkeit, die tiefen religiösen Gefühle jener Zeit auszudrücken. Er galt als geistvoller religiöser Künstler, und aus den Dokumenten geht hervor, daß die Bevölkerung und die Pfarrer mit seinen Werken zufrieden waren.
Ein Meisterwerk von Antonio S. Fasal ist das dreiteilige Altarbild im Presbyterium, dem Hochaltarraum der Kirche Bischof S. Martino in Locca. Es stellt die Erlösung Christi und die Heiligsprechung der Kirche dar. Diese Freskenbilder vermitteln uns heute noch mit großer Unmittelbarkeit die stark empfundene Religiosität der Menschen jener Zeit. Von großem Interesse sind auch die anderen Motive, die in dieser Kirche sowie in den Kirchen von Enguiso und Lenzumo gestaltet wurden. Mit großer Meisterschaft hat der Künstler jene Ereignisse abgebildet, die den Lauf der Weltgeschichte beeinflußten und uns hier ganz lebendig vor Augen geführt werden. Aus der Kirche von Lenzumo ist auch das sehr schöne Hochaltarbild zu erwähnen. Es ist ein gutes Beispiel der Technik der venezianischen Schule des 16. Jh. (lange Zeit wurde es fälschlicherweise für ein Werk von Tiziano Vecelio gehalten). Durch künstlerische Licht- und Schattenspiele wird die Hauptfigur Christi in einer Weise hervorgehoben, als ob sie aus dem Gemälde heraus tritt.
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