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Die Fauna
Was die Wirbeltiere betrifft, kann man dem Ledrotal keine Besonderheit zuschreiben. Wir müssen nur vielleicht erwähnen, daß bis zum Ersten Weltkrieg einige Bären hier zu Hause waren. Anders ist es mit den Wirbellosen: Ihr Vorkommen und ihre Gestalt haben ihren Ursprung in der Vergletscherung des Quartärs, die auf den Bergen endemische (nur auf eng begrenzten Raum vorkommende) Lebewesen hat entstehen lassen, welche einigen Tieren sehr ähnlich sind, die heute kennzeichnend für die nördlichsten europäischen Länder sind.
Es handelt sich um Tiere, die in der Urzeit am Rand der Gletscher gelebt haben und ihren Bewegungen gefolgt sind. Als das Eis sich nach Norden zurückzog, haben die Lebewesen, die auf sehr niedrige Temperaturen angewiesen sind, hier in den kältesten Gebieten, unter der ersten Schicht des Bodens, weitergelebt. Wir finden solche endemische wirbellose Tiere vor allem im Gavardina-Gebiet, das während des Quartäres ein herausragendes Gelände war. Wie überall in den Alpen kommen auch im Ledrotal viele Gliederfüßer, Amphibien und Kriechtiere vor.
Von den Vögeln, die ihr Lebensraum oberhalb der Grenze des Baumwuchs haben, kommen im Ledrotal in geringen Stückzahlen vor: Kolkrabe, Auerhahn, Bergfasan, Frankolinhuhn und Adler. Es sind Vögelarten, die auf den Berggipfeln idealen Schutz finden. In den Wäldern leben der Specht, die Amsel, die Lerche und die Bergschwalbe. Von den Säugetieren findet man im Hochgebirge das Murmeltier, etwas tiefer, in den Wäldern, findet man Hirsche, Gemsen, zahlreiche Rehe. Letztere kann man auch auf den Wiesen am Rand der Ortschaften im Frühjahr beobachten kann, ebenso Hasen, Dachse, Fleder- und Bilchmäuse und Wiesel.
Schließlich kommen wir zu dem wichtigen Fischreichtum: im Ledrosee leben Barsche, Aale, Remken, Perlfische, Forellen verschiedener Arten, Hechte, Karpfen, Trüschen und Lauben ... und am Ufer viele geduldige Angler.
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