Vegetation
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Die Vegetationsformen längs der Seeufer besteht aus verschiedenen Vegetationsgemeinschaften, die sich konzentrisch in Abhängigkeit von der Wassertiefe anordnen.

FEUCHTWIESEN
Die Periodisch überfluteten Feuchtwiesen findet man an den äußersten Rändern der Sumpfgebiete. Sie bestehen aus Gras und Wiesenpflanzen, vor allem verschiedenen Riedgrasarten, die in kompakten Büscheln wachsen und im Vergleich zum Boden etwas höherliegende Schollen formen. In den Räumen zwischen den Schollen wachsen andere Wiesenpflanzen, die sich gut an die feuchte Umwelt angepaßt haben, wie der Fiber oder Bitterklee und die Sumpforchideenarten Epipactis palustris und Dactyloriza latifolia.

DAS RÖHRICHT
Wo das Wasser einige Zentimeter tief ist, entwickelt sich eine sehr dichte Vegetation, das Röhricht, das fast ausschließlich aus dem Sumpfrohr ist eine sehr wiederstandsfähige Pflanze, die sich mit ihren Rhizomen sehr schnell ausbreitet und mit den abgestorbenen Pflanzenteilen, die sich im Wasser ansammeln, trägt das Sumpfrohr mehr als Jede andere Pflanze zur Verladung der Seen und zum natürlichen Austrocknen der Sümpfe bei.

LAMINAVEGETATION
Wasserpflanzen, deren Blätter auf der Wasseroberfläche schwimmen und gleichsam einen grünen Teppich bilden, heißen Laminavegetation. Die am See von Ampola am weitesten verbreitete Form ist die gelbe Teichrose.

DAS SUMPFROHR
Das Sumpfrohr ist die größte in Italien vorkommende Grasart. Seine harten Stengel mit den schmalen lanzenförmigen Blättern werden bis zu drei Meter hoch. Die Rhizome (die unterirdischen Stengelteile) sind lang und widerstandsfähig und bilden ein verzweigtes Netz im Schlamm des Seebodens. Mit den Rhizomen und den abgestorbenen Pflanzenteilen trägt diese Pflanzenart wesentlich zur Versumpfung und Verlandung der Seen bei.

DER ROHRKOLBEN
Der Rohrkolben ist eine sehr weitverbreitete Pflanze längs der Kanäle, der Flüsse und der Seen. Man findet ihn bei Wassertiefen bis zu 50 cm. Er ist dem Sumpfgras ähnlich, mit Stengeln, die einige Meter hoch werden können. Im Sommer erscheint die Frucht in Form eines braunen, samtartigen Kolbens. Die winzigen Blüten werden zwischen November und Dezember zu kleinen, leichten Samen, die sich vom Wind verbreiten lassen.

DIE GELBE TEICHROSE
Die gelbe Teichrose ist eine Wasserpflanze, Einige Blätter der gelben Teichrose sind von einer wasserundurchdringlichen wachsartigen Schicht bedeckt, der sogenannten Kutikula und schwimmen auf der Wasseroberfläche, während andere sich unter Wasser befinden. Die Wurzeln stecken im Schlamm, in einer extrem sauerstoffarmen Umgebung. Im Innern der Stengel und der Wurzeln befindet sich ein luftführendes Gewebe mit breitem Raum zwischen den Pflanzenzellen, das es dem Sauerstoff erlaubt, von den Blättern aus alle unter Wasser befindlichen Teile zu erreichen.
Die Blätter der gelben Teichrose sind größer als die jeder anderen in Italien vorkommenden Wasserpflanze. Sie sind bis zu 30 x 40 cm groß und die Blattstengel erreichen eine Länge bis zu 2,75 Metern. Die Blüte der Teichrose strömt einen Duft nach abgestandenem Alkohol aus und die Fruchtkapsel ähnelt einer kleinen Brandyflasche. deshalb wird die Teichrose in einigen europäischen Ländern auch "Brandyflasche" genannt. Die reife Frucht fällt ins Wasser und schwimmt eine Weile dank der enthaltenen Luftblasen. Auf diese Weise kann sie vom Wind oder den Vögeln weitergetragen werden, um neue Standorte zu erreichen. Schließlich platzt die Frucht auf, und die Teile mit den Samen sinken auf den Schlamm des Seebodens.