Die Renaturierung des Sees
«   »

Bis vor wenigen Jahren hatte der See von Ampola ein anderes Erscheinungsbild als heute. Am östlichen Ufer, wo heute der Wald beginnt, befand sich eine Müllhalde mit Abfällen eines lokalen metallverarbeitenden Betriebs. Die Müllhalde war mit der Staatsstraße, die am gegenüberliegenden Ufer verläuft, mit einen breiten Straße auf einem künstlich aufgeschütteten Damm verbunden. Um den Badetourismus am See zu fördern, war das jetzt als Besuchszentrum dienende Gebäude als Gaststätte eingerichtet. Auch das Ufer war vollkommen umgestaltet worden, um es den Bedürfnissen der Badenden anzupassen. Es ist leicht zu verstehen, daß all diese menschlichen Eingriffe sich nicht mit der Erhaltung eines natürlichen Gleichgewichts vertrugen.
Aufgrund des großen wissenschaftlichen Interesses wurde das Gebiet ab 1989 unter Naturschutz gestellt und zum Biotop von landesweitem Interesse erklärt, um so die Gefahr weiterer Naturzerstörungen abzuwenden. So wurde es ermöglicht, wichtige Maßnahmen zur Renaturierung einzuleiten, die von der staatlichen Abteilung der Autonomen Provinz von Trento für die Nationalparks und Wälder geleitet wurden. Das Ziel der Eingriffe war jetzt die Wiederherstellung der natürlichen Bedingungen soweit irgend möglich, sowie der Nutzen des Gebietes zu Lehrzwecken.