Entstehungsgeschichte des Tales
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Im Verlauf der Würm-Eiszeit, die vor etwa 18.000 Jahren ihren Abschluß fand, bedeckten zwei lange Gletscherzungen das Tal des Garda und des Chiese. Das enorme Gewicht der sich langsam bewegenden Gletscher verursachte eine intensive Erosion des Gebietes, so daß der Talboden der beiden Täler um Hunderte von Metern vertieft wurde. Auf diese Weise verblieb der Talabschnitt, der von den beiden heutigen Tälern Val d'Ampola und Valle di Ledro gebildet wird, in erhöhter Lage.
1. Während der Würm-Eiszeit wurde der östliche Ausläufer des Valle di Ledro durch große Ablagerungen versperrt (Sand, Kies, Steine und Felsblocken), die der Gletscher des Garda-Tales vor sich herschob. Moränenablagerungen, die auch heute noch gut sichtbar sind.
2. Aufgrund dieser Abriegelung bildete sich am Ende der Eiszeit ein großer See, der das gesamte Valle di Ledro bedeckte, von Molina bis zum Ampola-Paß.
3. In der Folgezeit, wurde durch die Erosionsarbeit des Seeabflusses der Moränenboden erodiert und eine Teilentleerung des Sees verursacht. Außerdem lagerten die seitlichen Zuflüsse des Ledro-Tales die bei Hochwasser mitgeführten Massen im Tal ab, so daß sich das große Becken teilte. Der See von Ampola wurde so vom Ledrosee abgetrennt, von dem er sich etwa 10 km entfernt befindet.

Die Entwicklung des Sees
Wie alle Seen ist auch der See von Ampola dazu bestimmt, eines Tages zu verlanden und somit zu verschwinden. Tag für Tag vermindert sich die Tiefe des Seebeckens und damit die Wassermenge, ein natürlicher Alterungsprozeß, der mit der Zeit zur fortschreitenden Verlandung des Sees führt. Der Verlandungsprozeß ist zum großen Teil Ergebnis der zugeführten Materialien, die sich auf dem Seeboden absetzen: Schlamm, Sand, Kies und bei Hochwasser auch große Steine. Dieser Prozeß wird durch das Vorhandensein der Vegetation verstärkt, die langsam gegen die Seemitte hin fortschreitet. Die Sumpfpflanzen und ihre Ablagerungen verfestigen den moorigen Boden und füllen die Wasserfläche langsam auf, indem sie sie zuerst in einem Sumpf und dann nach weiteren Stadien in eine Feuchtwiese verwandeln.